Fenster und Türen abdichten.

So mindern Sie Erkältungsgefahr und Energieverbrauch.

Alte Fenster oder Türen sind oft nicht richtig dicht. Wenn es zieht, wird buchstäblich zum Fenster raus geheizt. Im Winter geht teure Wärme verloren und im Sommer heizt sich der Raum zusätzlich auf. 

Sie können auch als Mieter*in aktiv werden.

Kurzanleitung

  1. Prüfen Sie, ob das Fenster undicht ist.
  2. Messen Sie die Fenster ab und bestimmen Sie die Länge des benötigten Dichtungsbands.
  3. Kaufen Sie Dichtungsband für das Fensterabdichten.
  4. Schneiden Sie das Dichtungsband zurecht und säubern Sie die Fensterrahmen.
  5. Kleben Sie das Dichtungsband auf.

Fenster dicht? Papiertest machen.

Ausführliche Anleitung

Schritt 1: Prüfen, ob das Fenster undicht ist

Klemmen Sie ein Blatt Papier zwischen Fenster und Fensterrahmen und schließen Sie das Fenster. Versuchen Sie nun, das Papier aus dem geschlossenen Fenster herauszuziehen. 

  • Lässt es sich nicht oder nur stark beschädigt herausziehen, ist das ein Zeichen für gut schließende Fenster.
  • Lässt sich das Papier ohne großen Widerstand herausziehen, so können Sie sich sicher sein, dass Ihr Fenster undicht ist.
 
Schritt 2: Fenster abmessen und Dichtungslänge bestimmen

Mit einem Zollstock können Sie die Maße der Fenster-Umrandung abmessen. Anhand der Ergebnisse können Sie abschätzen, wie lang die Dichtungsstreifen insgesamt sein müssen. Fenster und Türen sind großen Belastungen ausgesetzt. Sowohl Türen oder Fenster aus Kunststoff oder Holz verziehen sich mit der Zeit und schließen dann nicht mehr richtig.

 
Schritt 3: Dichtungsband fürs Fensterabdichten kaufen

Die Materialien, die Sie zum Abdichten der Fenster benötigen, finden Sie in jedem handelsüblichen Baumarkt oder anderen Fachmärkten. Sie brauchen:

  • Dichtungsband
  • Teppichmesser
  • Schwammtuch
  • eventuell Ethanol zum Reinigen der Fensterrahmen

Dichtungsband gibt es in Form von Gummidichtungen oder Schaumdichtungsband. Schaumdichtungsband ist meist günstiger, aber weniger haltbar. Beides gibt es in unterschiedlichen Dicken und Profilen.

 
Schritt 4: Dichtungsband zurechtschneiden und Fensterrahmen säubern

Das Dichtungsband schneiden Sie am besten auf einem kratzfesten Untergrund zu. Wir empfehlen ein Schneidebrett als Unterlage. Jetzt geht das eigentliche Abdichten der Fenster jetzt richtig los.

Damit das Dichtungsband gut klebt, muss der Untergrund sauber sein. Sie haben die Fensterrahmen schon lange nicht geputzt? Dann ist jetzt die Zeit dafür! Am besten geht das mit Ethanol, da dieses schnell verfliegt und keine Rückstände auf dem Rahmen hinterlässt. Spülmittel dagegen können Seifenreste auf dem Rahmen zurücklassen, die die Klebefestigkeit des Dichtungsbandes negativ beeinflussen.

 
Schritt 5: Dichtungsband aufkleben

Die zugeschnittenen Dichtungsbänder sind meist selbstklebend. Entfernen Sie einfach die Folie und schon kann der Klebespaß beginnen. Kleben Sie das Dichtungsband auf den Rahmen des Fensterflügels. Bei der Seite mit den Beschlägen (Scharnieren) sollten Sie die Dichtung an die Stirnseite des Rahmens anbringen. Dann hält sie länger.

Wichtig:
Achten Sie beim Anbringen in den Ecken darauf, dass sich das Fenster noch einwandfrei schließen lässt. Es sollten keine neuen Undichtigkeiten erzeugt werden. Mit dem Papiertest können Sie nach dieser Maßnahme noch einmal testen, ob das Fenster jetzt wirklich rundum dicht ist.

Tipps & Wichtige Hinweise

Auch Türen können auf diese Weise abgedichtet werden. Vielleicht ist die größte Lücke hier ein Briefkastenschlitz? Dann lohnt es sich, für den Briefkasten nach einer anderen Lösung zu suchen. 

Wenn diese kleine Maßnahme nicht ausreicht, braucht es eventuell das Fachhandwerk: das Nachstellen der Beschläge kann helfen oder eventuell muss eine Dichtung ausgetauscht werden, um den Luftstrom zu stoppen.

Zugluft ist nicht nur lästig, sondern auch eine Verschwendung von Heizenergie. Eigentlich logisch: Wenn kalte Luft in die Wohnung eindringt, kann auch warme Luft entweichen.

Dominique Schäfer, Energieberater

Fenster abdichten: So geht's

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