Nutzung vollelektronischer Durchlauferhitzer

Mit intelligenter Elektronik sparen.

Im Gegensatz zu zentralen Warmwassersystemen, bei denen der Heizkessel einen Wasserspeicher erwärmt, arbeiten elektrische Durchlauferhitzer nahezu verlustfrei. Nur wenn warmes Wasser gezapft wird, wird auch Strom verbraucht. Einige Durchlauferhitzer gelten als Stromfresser. Auf elektronisch geregelte Geräte trifft dies nicht zu: Richtig eingestellt sind sie sogar Energiesparer. Bei einem Austausch dürfen inzwischen nur noch elektronisch geregelte Geräte eingebaut werden (Pflicht nach § 71 Abs. 5 Gebäudeenergiegesetz -GEG 2024).

Kurzanleitung

  1. Welches Gerät ist vorhanden?
  2. Stromverbrauch messen bzw. Herstellerinfos nachlesen
  3. Spartipps berücksichtigen oder Gerät austauschen

Voll-elektronische Durchlauferhitzer sind komfortabel und sparsam. Gegenüber hydraulischen Geräten verbrauchen Sie weniger Wasser und bis zu 30% weniger Strom. 

Schritt 1: Welches Gerät ist vorhanden? Vorratsgerät oder Durchlauferhitzer?

Es gibt verschiedene Formen der dezentralen Warmwasserbereitung. Alle Geräte haben gemeinsam, dass sie dort installiert sind, wo warmes Wasser gebraucht wird (im selben Raum oder in der Nähe). Bei den dezentralen Geräten sind Durchlauferhitzer von kleinen Vorratsgeräten zu unterscheiden. 

Vorratsgeräte, auch „Untertischgeräte“ genannt, bevorraten eine kleine Wassermenge (in der Regel 5 Liter) in einem Behälter und halten sie warm. Sie sind meist in Küchen oder Gäste-WCs zu finden. Im Gegensatz dazu arbeiten Durchlauferhitzer, wie der Name es erwarten lässt: Das Wasser wird nicht bevorratet, sondern direkt beim Durchfließen durch das Gerät erwärmt. 

Weitere Infos zu den Gerätearten sowie Beispielfotos finden Sie hier.

Schritt 2: Stromverbrauch messen bzw. in Herstellerinfo nachlesen.
 
Schritt 3: Spartipps berücksichtigen oder Gerät austauschen 

 

Spartipps zu Vorratsgeräten

Bei Vorratsgeräten spart man Strom, wenn das Wasser nur so warm wie nötig aufgeheizt wird: Regler am Gerät auf geringe Temperatur einstellen, max. 45 °C (E oder ECO ist meist noch zu heiß!). Außerdem wird – vor allem in Küchen - nicht ständig warmes Wasser gebraucht: Komfortabler als „einfach ausschalten“ ist eine individuell eingestellte Zeitschaltuhr am Gerätestecker.  Ein guter Ersatz für Vorratsgeräte in Küche und Gäste-WC sind Mini-Durchlauferhitzer. Die Geräte selbst sind relativ klein (ca. 20x15x8 cm) und haben auch eine kleine Leistung. Daher kommen sie mit einer Standard-Steckdose aus. Die Leistung reicht aber für Orte, wo wenig Warmwasser benötigt wird, vollkommen aus.  Für Duschen und Badewannen eignen sich Mini-Durchlauferhitzer nicht, da hier größere Durchflussmengen und höhere Temperaturen gefordert sind. 

 

Spartipps zu hydraulischen Durchlauferhitzern

Hydraulische Geräte arbeiten mit veralteter Technik, werden aber leider noch verkauft. Es gibt nur wenige Einstellmöglichkeiten am Gerät. Außerdem schwankt die Temperatur, je nachdem, wie viel Wasser durchfließt.  Auf die kleinstmögliche Stufe einstellen, so dass am Wasserhahn ungefähr die gewünschte Temperatur erreicht wird. Wenn ein Austausch gegen die modernere Technik nicht möglich ist, hilft nur kürzer duschen und nicht baden.

 

Spartipps zu elektronisch geregelten Durchlauferhitzern

Die ersten gab es bereits 1987! Man unterscheidet zwischen Elektronischen Durchlauferhitzern und Voll- Elektronischen Durchlauferhitzern. Beide verfügen über Sensoren, die Leistung und Wassertemperatur komfortabel und sparsam regeln. Die Voll- Elektronischen Modelle sind mit zusätzlicher Sensorik und umfangreicheren Regelmöglichkeiten ausgestattet.

Bei allen Durchlauferhitzern gilt: Warmwasserhahn ganz aufdrehen – bei Mischarmaturen Hebel ganz Richtung „heiß“ drehen. So wird kein Kaltwasser dazugemischt. Anschließend Wassertemperatur am Durchlauferhitzer einstellen. So wird nur die Strommenge verbraucht, die nötig ist. 

Je nach Gerät und Hersteller gibt es neben der grad-genauen Einstellung der Wassertemperatur unterschiedliche Funktionen. Falls vorhanden, sollten Sie vor allem diese nutzen:

  • Monitoring Stromverbrauch: So können Sie den Stromverbrauch des Gerätes – und damit auch Ihr eigenes Verhalten – überwachen. Ab Installation des Gerätes wird der Stromverbrauch in Kilowattstunden (kWh) summiert. Er kann jederzeit auf Null gestellt werden, z.B. um monatliche Verbräuche zu erfassen oder Nutzerwechsel zu dokumentieren.
  • Einstellung der Durchflussmengen: Fließt weniger Wasser pro Minute, so wird Strom und Wasser gespart (ähnlich wie bei Spararmaturen).
  • Speichermöglichkeit für verschiedene Temperaturen: Komfortabel für verschiedene Nutzer mit unterschiedlichen Wunschtemperaturen. Oder grundsätzlich für verschiedene Nutzungsarten und -zeiten: Zum Beispiel morgens Duschen bei 38 °C, tagsüber nur Waschbecken-Nutzung bei 30 °C. 

Wenn das Gerät nicht gut zugänglich ist, kann über eine Funksteuerung die Temperatur eingestellt werden. WLAN-Anschluss und Einbindung in eine Handy-App sind bei einigen Modellen möglich und machen Stromsparen noch komfortabler. 

 

Weitere Infos zu den Gerätearten sowie Beispielfotos finden Sie hier.

 

 
Tipps & Wichtige Hinweise

Hier finden Sie eine Übersicht über die unterschiedlichen Arten von Durchlauferhitzern mit erläuternden Informationen und Beispielfotos.

So verbraucht ein Durchlauferhitzer nur so viel Strom, wie nötig: Stellen Sie die gewünschte Wassertemperatur am Durchlauferhitzer ein und nicht am Wasserhahn.

Sabine Breil, BEA-Energieberaterin

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Durchlauferhitzer im Vergleich 

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Förderung Durchlauferhitzer

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Weiterführendes PDF

Arten von Durchlauferhitzern